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Kosten & Planung

Maße, Höhe und Ausrichtung richtig planen

Farbe, Beschattung und Beleuchtung lassen sich später anpassen. Maße, Höhe und Position dagegen kaum – sie sind mit dem Fundament festgelegt. Deshalb lohnt es sich, an diesen Punkten in Ruhe zu planen.

Wie tief sollte die Überdachung sein?

Die Tiefe entscheidet darüber, was tatsächlich unter das Dach passt und wie gut es vor Schlagregen schützt. Als Orientierung für die Möblierung:

  • Ein Esstisch für vier bis sechs Personen mit Platz zum Zurückschieben der Stühle braucht etwa 3 bis 3,5 Meter Tiefe.
  • Eine Lounge-Gruppe mit Sofa und Tisch liegt eher bei 3,5 bis 4 Metern.
  • Beides nebeneinander verlangt entsprechend Breite – unter 6 Metern wird es eng.

Ein oft übersehener Punkt: Bei flach stehender Sonne und bei Wind von vorn schützt nur ausreichende Tiefe. Eine 2,5 Meter tiefe Überdachung ist bei Schlagregen wenig wirksam.

Die Himmelsrichtung ändert alles

Süden. Volle Sonne über die Mittagszeit. Hier wird Beschattung fast immer zum Thema – im Hochsommer kann es unter einem ungeschützten Glasdach sehr warm werden. Sinnvoll sind eine Aufdach- oder Unterdachmarkise oder eine wärmedämmende Verglasung. Planen Sie die Beschattung besser gleich mit, statt sie nachzurüsten.

Westen. Die Abendsonne steht tief und kommt seitlich – ein Dach allein hilft dann wenig. Hier sind Senkrechtmarkisen oder seitliche Elemente oft wirkungsvoller als eine Beschattung der Dachfläche.

Osten. Morgensonne, mittags Schatten. Angenehm für das Frühstück, im Hochsommer selten überhitzt. Häufig die unkomplizierteste Ausrichtung.

Norden. Wenig direkte Sonne. Hier geht es weniger um Beschattung als um Helligkeit – eine klare Eindeckung und helle Farbtöne halten den Bereich freundlich.

Höhe: Wandanschluss und Durchgangshöhe

Diese beiden Maße hängen über die Dachneigung zusammen: Je mehr Gefälle, desto größer der Unterschied zwischen hinten und vorn.

Nach oben begrenzen meist die Fassade und ihre Bauteile den Spielraum – Fenster im Obergeschoss, Rollladenkästen, der Dachüberstand. Nach unten sollte genügend lichte Höhe bleiben, damit der Bereich nicht drückend wirkt.

Bedenken Sie zusätzlich:

  • Eine Unterdachmarkise braucht Bauhöhe unter der Dachfläche.
  • Türen, die nach außen öffnen, müssen frei aufschlagen können.
  • Ein Sonnenschirm oder ein hoher Pflanzkübel braucht Platz.

Angebaut oder freistehend?

Angebaut ist der Regelfall: unmittelbarer Übergang vom Haus, kein Regen dazwischen, geringerer Konstruktionsaufwand. Setzt aber eine tragfähige Fassade voraus.

Freistehend bietet Freiheit bei der Platzierung – etwa mitten im Garten oder über einem bestehenden Sitzplatz. Sie ist die Lösung, wenn die Fassade keine Befestigung erlaubt, und ermöglicht Anordnungen, die am Haus nicht möglich wären.

Heute planen, an morgen denken

Der häufigste nachträgliche Wunsch: aus der Überdachung ein geschlossenes Gartenzimmer machen. Das ist erheblich einfacher, wenn es von Anfang an mitgedacht wurde. Sinnvoll ist es deshalb, schon jetzt zu klären:

  • Sind später Glasschiebewände denkbar? Dann muss die Konstruktion die zusätzliche Last aufnehmen können und die Führungsschienen müssen vorgesehen sein.
  • Soll Beleuchtung hinzukommen? Leerrohre und Stromzuführung sind vorab günstig zu legen, nachträglich aufwendig.
  • Ist eine Beschattung denkbar? Aufdach- und Unterdachmarkisen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Konstruktion.
  • Wird ein Heizstrahler gewünscht? Das betrifft die Elektroplanung und teils die Befestigungspunkte.
Aus der Praxis: Vorbereitete Anschlüsse kosten bei der Erstmontage vergleichsweise wenig. Nachträglich bedeuten sie Demontage, Kernbohrungen oder sichtbare Aufputzleitungen.

Eine einfache Übung vor der Entscheidung

Bevor Sie Maße festlegen: Markieren Sie den geplanten Bereich auf Ihrer Terrasse – mit Kreide, Schnur oder Klebeband. Stellen Sie den Tisch hinein, schieben Sie die Stühle zurück, gehen Sie herum.

Und beobachten Sie den Sonnenverlauf an einem klaren Tag: morgens, mittags, abends. Diese halbe Stunde erspart erfahrungsgemäß mehr Fehlentscheidungen als jeder Katalog.

Was wir für Sie übernehmen

Beim Aufmaß vor Ort prüfen wir Fassade, Anschlusshöhen, Untergrund und Sonnensituation gemeinsam mit Ihnen – und sagen offen, wenn ein Wunsch technisch nicht sinnvoll umsetzbar ist. Eine erste Orientierung können Sie sich auch selbst verschaffen: mit unserem TerrassenPlaner.

Häufige Fragen

Für einen Esstisch mit vier bis sechs Plätzen sollten es etwa 3 bis 3,5 Meter sein, für eine Lounge-Gruppe eher 3,5 bis 4 Meter. Bei weniger als 3 Metern wird es schnell eng, und der Schutz bei Schlagregen lässt spürbar nach.

Das hängt von Ihrer Nutzung ab. Osten ist meist unkompliziert, Süden verlangt fast immer eine Beschattung, Westen erfordert wegen der tiefen Abendsonne eher seitlichen Schutz als eine Dachbeschattung.

Nicht unbedingt – aber Sie sollten früh sagen, dass sie später denkbar sind. Dann wird die Konstruktion entsprechend ausgelegt und vorbereitet. Nachträglich ist das deutlich aufwendiger oder gar nicht möglich.

Nach oben begrenzen Fenster, Rollladenkästen und Dachüberstand den Spielraum, nach unten sollte genügend lichte Durchgangshöhe bleiben. Da beides über die Dachneigung zusammenhängt, wird die Höhe beim Aufmaß gemeinsam festgelegt.

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